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Die virtuelle Visitenkarte
Egal für was Sie im Internet werben, eines brauchen Sie mindestens:
Eine einfache Homepage
Aber was ist denn eine Homepage genau und wozu braucht man sie denn? Wenn wir die technischen Details außer Acht lassen und uns auf die Marketing- und Werbeaspekte konzentrieren, so könnte man zunächst sagen:
Die einfache Homepage ist eine virtuelle Visitenkarte.
Aha! Was will ich denn mit einer Visitenkarte, ob virtuell oder nicht, erreichen? Nun, es soll ein Informationstransfer stattfinden. Ich gebe jemanden meine Visitenkarte, damit der Empfänger meinen Namen, den Namen meiner Firma, die Anschrift und die Kontaktdaten lesen kann. Er kann sie dann jederzeit zur Hand nehmen, meinen Namen nachlesen, kann sie abheften oder aber wegschmeißen. Ich transferiere aber noch mehr Informationen mit einer Visitenkarte. Je nach Papierauswahl, Druckverfahren, Farbwahl,
übermittle ich auch ein Bild von mir und der Firma. Eine schnell gedruckte Visitenkarte auf Billigpapier bringt genau diese Information zum Empfänger: Ich habe zwar eine Visitenkarte, aber sie ist mir nicht so wichtig, genau wie mir völlig egal ist, was du denkst, wenn du diesen Labberlappen in der Hand hältst. Letztlich soll die Visitenkarte helfen, den Kontakt zu mir einfach zu gestalten. Sie soll sagen: Hey, ich bins! Ruf mich an, schreib mir, schick mir ein Fax oder eine E-Mail. Bei der virtuellen Visitenkarte ist es ganz genau so.
Die virtuelle Visitenkarte soll ein Bild, eine Vorstellung über das, was und wie ich es tue, und alle dazu notwendigen Daten übermitteln, damit jemand zu mir Kontakt aufnehmen kann. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Damit aber jemand Kontakt aufnehmen kann, sollten einige Dinge unbedingt auf der Visitenkarten stehen:
1) Name und Anschrift der Firma 2) Telefon und Telefax 3) Email-Adresse 4) Der Grund, warum er denn Kontakt aufnehmen sollte 5) Ihren Aktionsradius (Gebiet, Region in der Sie tätig sind.)
Diese Informationen sollten auf der der ersten Seite, am besten auf allen Seiten, zu finden sein!
Pöh! werden jetzt einige denken, ist doch selbstverständlich, was der da schreibt. Ja, ist es. Nur halten sich so wenige daran. Besuchen Sie mal ein paar Firmenseiten im Internet, und versuchen Sie mal schnell, die oben genannten Informationen zu finden. Ich werde manchmal das Gefühl nicht los, einige wollen gar nicht, dass man mit ihnen Kontakt aufnimmt - anders kann ich es mir zumindest nicht erklären. Noch eine Bemerkung am Rande: Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass auf den wenigsten Homepages zu finden ist, ob die Firma überregional tätig ist? Ich meine, wenn ich doch den Herrn Meier schon mal gefunden habe und der in München sitzt, ich aber in Hamburg, dann ist das doch nicht ganz unwichtig, oder?
Auf gestalterische Aspekte möchte ich jetzt nur kurz eingehen, weil es hier zunächst um die elementaren Grundlagen des Online-Marketing und der Online-Werbung gehen soll. Aber eine allgemeine Floskel möchte ich dann doch los werden:
Der Wurm muß dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.
Verzichten Sie auf alles blinkende, blitzende, schreiende, fette Spielzeug, welches kostenlos als Animation oder Schriftyp runtergeladen werden kann. Bleiben Sie lieber schlicht und sachlich. Denken Sie an Ihre richtige Visitenkarte. Nutzen Sie eine einfache schlichte Vorlage, oder, wenn es noch besser werden soll, beauftragen Sie eine Werbeagentur. Niemand erwartet von der Homepage eines Handwerkers, dass sie höchsten künstlerischen Ansprüchen genügt. Also sollte man es am besten gar erst nicht versuchen. Langweilig, aber alle Informationen übersichtlich vorhanden, ist besser, als der unglückliche Versuch kreativ zu sein.
Die Visitenkarte sollte dann über die wichtigsten Suchmaschinen zu finden sein. Es ist nicht notwendig, zwölf Wochen damit zu verbringen, die Homepage bei allen 387.993 Suchmaschinen, oder wie viel es auch immer gibt, anzumelden.
Ach ja, jetzt mal kurz auf Fachwerk.de bezogen: Das Profil auf Fachwerk.de ist auch eine Homepage. Als virtuelle Visitenkarte würde das Profil alle Mal ausreichen mal darüber nachdenken. In der Regel ist das Fachwerk.de-Profil auch schon auf Google und den anderen Suchmaschinen zu finden.
Ist eine virtuelle Visitenkarte erstellt und im Netz verfügbar, so kann man über weitere Werbemaßnahmen nachdenken. Doch zuvor sollte man sich über das Werbeziel im Klaren sein!
Abschließend ein kleiner Fragebogen:
Sind auf meiner virtuellen Visitenkarte alle Kontaktdaten sofort ersichtlich? Geht aus meiner virtuellen Visitenkarte klar hervor, wobei genau und wo (Gebiet/Region) ich dem Besucher helfen kann? Ist meine virtuelle Visitenkarte genauso sachlich, wie meine echte Visitenkarte?
Teil II: Das Werbeziel I
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