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Treppe > Schädlinge / Holzschädlinge

Gutes Mittel gegen unserem Holzwurm?

Wir bewohnen ein fast 90jähriges Fachwerkhaus mit einer dementsprechend alten Holztreppe. Jetzt habe ich festgestellt, dass Bohrmehl an 3-4 Stellen zu sehen ist. Ich gehe davon aus, dass das wohl der Holzwurm oder Holzbock ist. Die Treppe weißt überall Fraßspuren auf, aber kein Bohrmehl an anderen Stellen der Treppe. Muss ich mir wegen der vielen Fraßstellen Sorgen machen? Gibt es ein Mittel, dass man schnell und recht einfach anwenden kann, um den Schädling zu stoppen? Danke für eure Beiträge. Leobengl
Irgendwas ist immer
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Leobengl | 25.08.09 | 1249x abgerufen | [ Antwort schreiben ]
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass alle Antworten als freie Meinungsäußerungen und nicht als Beratung angesehen werden müssen. Weitere Informationen: Forumsregeln / Haftungsausschluss

Treppe und Holzwurm

Hallo,

schnell und einfach geht nicht.
Aber man kann die Treppe sicher thermisch behandeln, weil die Hölzer doch alle recht dünn sind.
Von Eigenarbeit rate ich ab, weil Sie dabei das Haus in Brand stecken könnten.

Möglicherweise hilft es hier auch, mit Trockeneis zu strahlen.
Dann sind die Larven nur noch Gefriergut.

Grüße vom Niederrhein
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 25.08.09

kein Trockeneis

Guten Tag, mit Trockeneis wird man keinen Insektenbefall los. Als erste Maßnahme muss festgestellt werden, ob tatsächlich ein aktiver Befall vorliegt oder nur ein Altschaden. Wenn jemand über die Treppe läuft, wird ggf. auch altes Nagel herausgelöst. Wenn ein bafall vorhanden ist, dann kann mit Hitze gearbeitet werden. Mindestens 55°C im Holzinneren über eine Stunde halten. Das ist auch etwas für Fachleute, die wissen was sie tun und den Temperaturverlauf ordnungsgemäß dokumentieren. Mit einer Heißluftpistole wird das voraussichtlich in die Hose gehen. bei Hitzebehandlungen muss man sich darüber im klaren sein, dass das Holz gleichzeitig trockener wird. Dabei schwindet es. evtl. muss die Treppe nach der Behadlung etwas nachgespannt werden, damit sie nicht stärker knazt als vorher. Hitzebehandlungen gehen mit Folienzelten und Heißluftbrennern, oder auch mit Mikrowellen- oder Infrarotstrahlern. Ausgeführt vom Sachkundigen Fachunternehmer. Die Chemiekeule ist allenfalls zweite Wahl. Es gibt drei große Mittelgruppen: Nervengifte (meist pyrehtoide), Zellgifte (Borverbindungen) und Hormonanaloge (Flufenoxuron oder Fenoxycarb).
Nervengifte sind für den menschen am bedenklichsten, wirken bei richtiger Anwendung jedoch schnell. Borverbindungen sind rel. unbedenklich, wirken jedoch langsam, Hormonanaloga wirken "verzögert". Großflächig darf gar nichts eingesetzt werden. Das ist alles nichts für Heimwerker. mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
Allg. Bauplanung bis Holzschutz
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Planungs-/Gutachterbüro Arnold | Ulrich Arnold | 25.08.09

Danke für die schnelle und guten Antworten. Nun muss ich nur mal wieder einen Fachmann in meiner Nähe auftun. Ich hatte leider schon einmal relatives Pech mit einem Gutachter, der nicht nur viel Geld gekostet hat, sondern noch nicht mal sicher sagen konnte, ob es sich damals um den befürchteten Befall in meinem Keller handelte oder nicht. Naja, gut Ding bracht weile. Liebe Grüße Leobengl
Irgendwas ist immer
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Leobengl | 27.08.09

Insektenbefall

Wenn Ihr Gutachter seinen Auftrag nicht korrekt erfüllt hat, dann brauchen Sie Ihn dafür auch nicht voll bezahlen. Entweder er bessert das Gutachten entsprechend Ihres Auftrages nach oder er kriegt weniger bis gar kein Geld.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Premium-Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil, Homepage)
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 27.08.09
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